Stiftung FuturoVerde – Projektbericht 2019

Liebe Freunde der Stiftung,

mit der Vision des FuturoVerde Projektverbundes „Ideen Pflanzen. Wirtschaft ändern. Zukunft ernten“ steht auch die Stiftung FuturoVerde in der aktuellen Debatte um Klimaschutz, Ressourcenübernutzung und den Fragen nach einer alternativen, nachhaltigen und generationengerechten Wirtschaftsweise ganz vorne. Die Politik ist nach wie vor nicht in der Lage eine deutliche Reduktion der Treibhausgasemissionen zu bewirken. Deshalb ist das Pflanzen von Bäumen und die damit einhergehende Speicherung von CO2 mittlerweile eine zentrale Maßnahme in den globalen Klimaverhandlungen. Ein Weitermachen wie bisher, und zusätzliches Bäume pflanzen, ist nicht die Lösung unserer Klimakrise. Entscheidend ist zudem WIE aufgeforstet wird. Fakt ist, dass Bäume in den Tropen durch ganzjährig hohe Temperaturen und Niederschlag um ein vielfaches schneller wachsen als Bäume in den mittleren Breiten. Vorherrschend für tropische Aufforstungen sind aber immer noch Monokulturen die auf den Einsatz exotischer Baumarten und einer Bewirtschaftung unter Einsatz von Pestiziden setzen, mit dem Ziel einer schnellen Rendite durch Tropenholz. Dass es auch anders gehen kann und trotzdem ökonomisch rentabel, zeigt die Begleitforschung der Stiftung FuturoVerde im Rahmen der BaumInvest Aufforstungen in Costa Rica. Dieses Modell basiert auf einer Mischung heimischer Baumarten, in einem Pflanzsystem das den natürlichen Sukzessionsstadien eines Waldes nachempfunden ist. Damit streben wir einen Paradigmenwandel in der tropischen Forstwirtschaft an, auf Basis eines Grundlagenwissens das wir zusammen mit Partnern aus costa-ricanischen und deutschen Universitäten aufbauen. Dem gleichen Prinzip haben wir uns für unsere landwirtschaftlichen Aktivitäten der PuroVerde eG verpflichtet. Auch hier wollen wir das Pflanzsystem, das auf den Prinzipien der Permakultur aufbaut, durch eine wissenschaftliche Basis stärken, und damit weitere Akteure überzeugen das Wirtschaften im Einklang mit Mensch und Natur funktioniert.

Die Stiftung setzt für die Umsetzung ihrer Vision auf Hebelwirkungen die wir in Kooperation mit unseren Partnern erreichen. Dabei können wir schon bei einem geringen Einsatz unserer Mittel gemeinsam viel Bewirken. Als Schnittstelle zwischen Praxis und Wissenschaft tragen wir das Wissen nach außen um weitere Akteure für ein nachhaltiges Wirtschaften zu begeistern.

Gemeinsam können wir sichtbar machen dass durch ein Umdenken und alternative Wirtschaftsansätze große Wirkungen erzielt werden. Ich danke Ihnen dass Sie Teil dieser Gemeinschaft sind und durch Ihre Spende ermöglichen, die Wirkungen des Projektverbundes auf eine fundierte Wissensbasis zu stellen.
Wir freuen uns wenn Sie auch Ihrer Familie und Freunden von der Stiftung FuturoVerde erzählen und neuen UnterstützerInnen gewinnen. Die Stiftung FuturoVerde und ihr Ziel, Wissen und Praxis einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft in Costa Rica zu erfassen, und so unser Wirtschaften auf Basis von Wissen zu ändern, braucht viele die sich diesem Ziel anschließen.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und viel Freude beim Lesen des Futuroverde Projektberichts 2019,

Ihr Leo Pröstler
Stiftungsgründer

Als Verbrauchsstiftung benötigt FuturoVerde Spenden. Hier können Sie die Arbeit der Stiftung einmalig oder mit einem regelmäßigen Beitrag fördern:

Neues aus dem Waldfeldbau – Anbau von Lebensmitteln neben Bäumen

Der Anbau von Lebensmitteln zwischen, mit und unter Bäumen auf einer gemeinsamen Fläche bietet die Möglichkeit optimal den Boden zu nutzen. Zudem profitieren die Pflanzen untereinander von ihren verschiedenen Funktionen innerhalb des Ökosystems. Am praktischen Anbau des Bio-Ingwers der PuroVerde eG kann dies exemplarisch erforscht werden. Die Bäume bieten dem Ingwer den nötigen Schatten, dadurch kann der Boden in Trockenzeiten länger Feuchtigkeit speichern, Erbsen und Bohnen fixieren Stickstoff im Boden, so dass ausreichend Nährstoffe für das Pflanzenwachstum zur Verfügung stehen. Doch wir wirkt sich das Anbausystem auf das einzelne Pflanzenwachstum aus? Wachsen die Pflanzen dadurch schneller, gesünder oder gibt es gar keine Unterschiede zum herkömmlichen Anbauverfahren?
Diese Fragen stellte sich Susana Estrada, die von März bis September in Kooperation mit der Uni Freiburg den Anbauversuch wissenschaftlich untersuchte. Während eines dreimonatigen Forschungsaufenthaltes in Freiburg, finanziell unterstützt von der Stiftung FuturoVerde in Kooperation mit dem ASA Programm von Engagement Global, bereitete Susana unter Anleitung von Dr. Julia Schwarz die Methodik zur Datenerhebung in Costa Rica vor. Anschließend erhob die Forstwirtin, unterstützt von dem Team der Puro Verde Paraíso Forestal, die Wachstumsdaten der Pflanzen vor Ort auf der Finca El Concho. Da es sich um ein langfristiges Forschungsprojekt handelt, wird sich Susana nun über die sechs Monate hinaus der Begleitforschung widmen und Zusammenhänge im Pflanzsystem untersuchen.

Wirkung:
Erträge im Waldfeldbau können früher als bei einer reinen Aufforstung erzielt werden, denn Feldfrüchte lassen sich schneller ernten als Bäume. Dies ist ein wichtiger Aspekt um Kleinbauern für diese produktive Art der tropischen Land- und Forstwirtschaft zu gewinnen. Die Forschung bietet die wissenschaftlichen Grundlagen um Akteure für den Waldfeldbau zu gewinnen.

Kurzbeschreibung:
Mitte 2018 wurde in Kooperation mit Dr. Julia Schwarz, Forstwissenschaftlerin der Universität Freiburg, ein Forschungsexperiment aufgebaut. In drei Pflanzkreisen wurden Baumsetzlinge mit Ingwer- und Pfefferpflanzen kombiniert. Durch die Kreisform kann nun evaluiert werden, welche Pflanzabstände sich optimal auf die Entwicklung der Bäume und Nutzpflanzen auswirken. Zudem wird gemessen wie die Pflanzen sich untereinander in ihrem Wachstum unterstützen und ob sich positive Auswirkungen durch die Diversität ergeben. Diese Informationen sind vorbereitend für ein langfristiges Forschungsprojekt, dass über einen Rahmen von zehn Jahren Waldfeldbausysteme erforschen wird.
Mit dieser Forschung wird ein wesentlicher Beitrag geleistet, mehr über das Wachstumsverhalten von Pflanzen im Waldfeldbau zu erfahren.

Kosten
Seit 2019 hat die Stiftung FuturoVerde die Weiterführung des Anbauexperiments im Waldfeldbau übernommen. Damit sind die Instandhaltungskosten erstmalig gedeckt, bis das Experiment sich durch Ernte und Vertrieb zusätzlich finanzieren kann.
Gesamtkosten: ca. 6.000 € im Jahr.

  • Begleitforschung: 930 EUR
  • Agrar- & Forstmanagement auf dem Feld des Versuchsaufbaus: 1350 EUR
  • Koordination und fachliche Unterstützung der Forschung in Costa Rica: 3.000 EUR
  • Koordination der Forschung in Deutschland: 930 EUR

Spenden.
Sie können unter Angabe des Stichwortes „Spende Waldfeldbau“ diese Forschung unterstützen.

Neues aus der nachhaltigen Forstwirtschaft: Entwicklung einer Berechnungsformel zur Volumenschätzung der Pionierbaumart Cebo

Einer umfangreichen Forschungsarbeit widmete sich Joshua Jimenz, Forstwirtschaftsstudent und Teilnehmer des gleichen Forschungsprogramms wie seine Kommilitonin Susana. Joshua entwickelte eine Berechnungsformel um schon vor der Ernte das Holzvolumen der heimischen Baumart Cebo zu berechnen. Dafür verbrachte Joshua viel Zeit auf der Finca La Virgen wo er die Bäume vor und nach der Ernte umfangreich vermessen hatte. Die Daten dienen den Förstern von Puro Verde Paraíso Forestal dazu, anhand von Erfahrungswerten der ersten Baumernten eine verlässliche Berechnung des Holzvolumens für zukünftige Ernten der Baumart Cebo durchführen zu können. Die Pionierbaumart Cebo ist nun die erste Baumart die aus dem Pflanzverbund mit verschiedenen heimischen Arten geerntet wird. Seine Aufgabe, den anderen Bäumen im System Schatten zu spenden und den Unkrautwuchs durch schnelle Beschattung zu reduzieren, hat er nach 10 bis 12 Jahren erfüllt. Der Baum wächst innerhalb dieser Zeitspanne bis zu 25 m hoch. Nun muss er den anderen Bäumen Platz machen, damit diese genug Nährstoffe und Licht für ihr Wachstum erhalten.

Wirkung:
Die Nutzung heimischer Baumarten in der Forstwirtschaft hängt von möglichen Erträgen ab die zu erzielen sind. Die Forschung von Joshua trägt dazu bei das Holzvolumen des Cebos zu bemessen, und eine Aussage darüber zu treffen, wie hoch der Ertrag nach der Ernte sein wird.

Kurzbeschreibung:
Im Rahmen des ASA Hochschulkooperation Programms erhalten seit 2016 jedes Jahr zwei Studierende die Möglichkeit mit einem Stipendium, in Deutschland und Costa Rica zu den Themen der Stiftung und des Projektverbundes FuturoVerde zu forschen. 2018 konnte durch die Stiftung FuturoVerde die Hochschulkooperation auf eine neue Ebene gehoben werden. Das erste Mal nahmen zwei Studierende aus Costa Rica an dem Programm teil. Seitdem bilden sie gemeinsam mit zwei Studierenden aus Deutschland ein internationales und interkulturelles Forschungsteam, welches sechs Monate zusammen arbeitet und voneinander lernt. Die Stiftung FuturoVerde ermöglichte diese Kooperation indem sie für Reise- und Unterkunftskosten der zwei Costa-ricanischen Studierenden aufkam.

Kosten:
Gesamtkosten: 12.000 EUR im Jahr
Davon von dem ASA Programm getragen: 5.000 EUR
Davon von der Stiftung getragen:

  • Koordination & Begleitung der vier Forschungsarbeiten und Praktika für 6 Monate: 3.700 EUR
  • Reisekosten für die zwei costa-ricanische Studierende: 2.000 EUR
  • Zuschuss zu der Unterkunft in Freiburg: 1.100 EUR

Spenden.
Sie können unter Angabe des Stichwortes „Spende nachhaltige Forstwirtschaft“ diese Forschung unterstützen.

Forschungsprojekt: Entwicklung eines Managementsystems zur Bewirtschaftung von tropischen Mischaufforstungen mit heimischen Baumarten

Ende Oktober war die Freiburger Forstwissenschafts-Doktorandin Anja Nölte für einen Forschungsaufenthalt auf verschiedenen Fincas der BaumInvest in Costa Rica. Anja ist Doktorandin im Forschungsprojekt „Entwicklung eines Managementsystems zur Bewirtschaftung von tropischen Mischaufforstungen mit heimischen Baumarten“. Ziel ihres Aufenthaltes war es, weitere Daten zu erheben, um Wachstumsmodelle für die heimischen Baumarten zu kalibrieren. Für die Datensammlung wurden Blattfallen in den Aufforstungen aufgestellt, an welchen über mehrere Monate Daten gesammelt werden sollen. Parallel hierzu wird der sog. Blattfächenindex gemessen. Hieraus sollen wichtige Informationen über die Photosyntheseleistung der Bäume abgeleitet werden. Die Größe der Blattfläche korreliert mit der Menge an Sonnenlicht, die absorbiert werden kann. Der Laubverlust verrät (im Zusammenhang mit der vorhandenen Blattfläche), wie viel Photosyntheseprodukte für die Laubproduktion benötigt werden – eine wichtige Kennzahl zur Modellierung des Baumwachstums. Zusätzlich entnahm Anja Bodenproben um die Bodentextur und damit die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zu bestimmen.

Wirkung:
Die Entwicklung eines Managementsystems für heimischen Baumarten ist ein essentieller Bestandteil um auch andere Akteure von dieser Art der Forstwirtschaft im Einklang mit Mensch und Natur zu überzeugen. Das Forschungsprojekt ist Grundlage um der gut erforschten Forstwirtschaft auf Basis von Monokultur-Pflanzungen eine neue Wissensbasis entgegenzustellen die einen nachhaltigeren Weg der tropischen Forstwirtschaft begründet.

Kurzbeschreibung:
Nach fast zweijähriger Vorbereitung wurde im Herbst 2018 der Antrag auf ein langfristiges Forschungsprojekt des Projektverbundes FuturoVerde und der Universität Freiburg von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) bewilligt. Die Stiftung FuturoVerde hat diesen Prozess inhaltlich begleitet und koordiniert und freut sich besonders über diesen tollen Erfolg.
Der Titel des Forschungsvorhabens lautet:
„Entwicklung eines Managementsystems zur Bewirtschaftung von tropischen Mischaufforstungen mit heimischen Baumarten“. Ziel der Kooperation ist das Managementsystem für Mischaufforstungen in den Tropen, welches mittlerweile seit dreizehn Jahren praktisch umgesetzt wird, auf eine wissenschaftlich erforschte Basis zu stellen. Denn die Dauerwaldbewirtschaftung mit verschiedenen Baumarten in den Tropen ist eine nachhaltige Alternative von der wir andere Akteure überzeugen möchten. Über die Förderung der DBU können die Projektkosten und zwei Doktoranden finanziert werden. Die Forschungsgruppe wird geleitet vom Forstökonom Prof. Dr. Marc Hanewinkel, der schon zweimal persönlich die Aufforstungen in Costa Rica besucht hat.

Kosten:
Im Moment für die Stiftung FuturoVerde keine Kosten.

Doktorandin Anja Noelte

Entnahme von Bodenproben

Neues vom FuturoVerde Stipendium: Forschen auf der PuroVerde eG Finca Rio Cuarto

Andres Sanchez legte ein Experiment zur Anpflanzung von Ingwer, Baumerbsen, Zitronengras und Süßkartoffel an, um die Kombination im Pflanzverbund zu erforschen. Die Süßkartoffel als Bodenbedecker ergänzt dabei die hochwachsende Baumerbse, den Ingwer und das Zitronengras. Zusätzlich lockert sie durch das unterirdische Knollenwachstum den Boden auf. Ein weiteres Experiment legte Andres in Kooperation mit seinem Kommilitonen Federico Porras im Ingwer-Saatbeet an. Beide führten den Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe zu, so dass nach Abschluss der Experimente die optimale Nährstoffzufuhr und -aufnahme ermittelt werden kann. Einen ähnlichen Versuch legte Federico noch für den Kurkuma an, der in der Fruchtfolge für den Ingwer eine gute Option ist.
Im Zuge der Praktika besuchte auch Werner Rodríguez Montero, Professor für Landwirtschaft an der Universität von Costa Rica, die Anbauflächen auf Rio Cuarto. Sein Forschungsteam nahm gleichzeitig die Gelegenheit wahr Lichtmessungen im Gewächshaus und Saatbeet durchzuführen, um das Maß der Sonneneinstrahlung auf das Wachstum der Pflanzen zu bemessen. Aufgrund der sehr hohen Sonneneinstrahlung sind die noch empfindlichen Ingwerpflanzen durch eine Dachbedeckung geschützt.

Wirkung:
Die monokulturelle Landwirtschaft in den Tropen kann auf jahrzehntelange industrielle Forschung aufbauen um ihre Erträge zu optimieren. Jede nachhaltige Alternative dazu benötigt ebendiese Grundlagenforschung, wie Sie im Rahmen dieses Forschungsprojektes geleistet wird. Die Ergebnisse können direkt in die Produktionsabläufe integriert werden und bewirken stärkere Pflanzen und ein verbessertes Zusammenspiel der unterschiedlichen Arten. Und damit schlussendlich einen weiteren Baustein in der Argumentationskette, dass Wirtschaften auch anders geht.

Kurzbeschreibung:
Mittlerweile im zweiten Jahr führte die Stiftung ihre Forschungskooperation mit dem Institut für Landwirtschaft der Universität Costa Rica (UCR) durch. Von August bis Ende November wurden zwei Studenten im Rahmen ihres Praxissemesters durch das FuturoVerde Stipendium finanziell von der Stiftung unterstützt um vier Monate auf der Finca Rio Cuarto mitzuarbeiten und Forschungsexperimente anzulegen und dabei ihr Ausbildungsprofil zu stärken.

Kosten:
Gesamtkosten: 2.600 EUR im Jahr.
Davon:

  • Stipendium für zwei costa-ricanische Studierende für 4 Monate: 2.300 EUR
  • Betreuung der Studierenden in Costa Rica: 300 EUR

Spenden:
Sie können unter Angabe des Stichwortes „Spende FuturoVerde Stipendium“ diese Forschung unterstützen.

Neues aus dem Biodiversitätsmonitoring. Artenvielfalt in den Aufforstungen der BaumInvest AG

Weiterhin finanziert die Stiftung FuturoVerde die Biodiversitätsforschung in den Aufforstungen der BaumInvest AG. Dr. Gunther Köhler vom Senkenberg Institut erstellt anhand der täglich erhobenen Amphibien- und Reptiliendaten einen Vergleich der Artenvielfalt in den Aufforstungs- und anliegenden Naturschutzflächen dar. Dank dieser kontinuierlichen Daten können wir beweisen, dass nach mittlerweile dreizehn Jahren, seit der ersten Aufforstung, die Artenvielfalt wieder zurück kommt und den hinzugewonnen Lebensraum durch die aufgeforsteten Bäume wieder besiedelt. Von 2009 bis 2018 stieg die Anzahl der Amphibien- und Reptilienarten von 20 auf 90 an. Anhand dieser sensiblen Tiergruppe erfasst Dr. Gunther Köhler die Wiederherstellung des gesamten Ökosystems.
Mittlerweile beobachten unsere Mitarbeiter auf den Fincas das Zurückkehren vieler Tierarten. Auf La Virgen wurden insgesamt 15 Tapire gesichtet. Diese Finca, die als Weideland wiederaufgeforstet wurde, liegt an einem ganz besonderen Standort der direkt an den Nationalpark Braulio Carillo angrenzt. Die Aufforstungen erweitern somit den Lebensraum der Tiere. Nicht nur der Tapir konnte sein Gebiet wieder zurück erobern, auch vom grünen Papagei sind insgesamt 120 Tiere wieder auf der Finca und dem Nationalpark angesiedelt, berichtet der Parkleiter.

Wirkung:
Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft schafft Biodiversität. So simpel diese zentrale Erkenntniss aus dem Forschungsprojekt ist, so gewaltig ist Ihre Aussage in einer Zeit, in welcher der Verlust der Biodiversität und das Artensterben als eine der großen Bedrohungen für das Ökosystem Erde als auch den Menschen gesehen wird. Es geht auch anders.

Kurzbeschreibung:
Seit 2009 läuft das Projekt zur Biodiversitätsmonitoring in Kooperation des Amphibien- und Reptilien-Experten Gunther Köhler vom Forschungsinstitut Senkenberg. Seit zehn Jahren ist in den Wäldern der BaumInvest AG ein langfristiges Monitoring eingerichtet das die Erfassung der ansässigen Arten sowie die Beobachtung ihrer Zu- und Abwanderung ermöglicht. Das Ergebnis bisher: Über 90 Arten konnten im Sommer 2017 identifiziert werden – darunter Arten, die Dr. Köhler in den über 20 Jahren seiner Tätigkeit erst wenige Male zu Gesicht bekommen hat!

Kosten:
Gesamtkosten: 2.000 EUR
Davon:

  • Datenerhebung in den Wäldern: 1.600 EUR
  • Materialkosten: 400 EUR

Spenden:
Sie können unter Angabe des Stichwortes „Biodiversitätsmonitoring“ diese Forschung unterstützen.

Tapir auf der Finca La Virgen

Die Homepage der Stiftung FuturoVerde

Die Stiftung FuturoVerde hat im Moment nur einen Internetauftritt im Rahmen des FuturoVerde Projektverbundes. Aufgrund der steigenden Resonanz zu den von der Stiftung geförderten und koordinierten Forschungen, soll aber ein eigener Webauftritt aufgebaut werden.

Ideen pflanzen – Wirtschaft ändern – Zukunft Ernten

Veränderungsprozesse brauchen mutige Pioniere die es einfach TUN. Um diese positiven Ansätze weiter zu verbreiten braucht es WISSEN das kommuniziert werden kann. Mit Ihrer Spende finanzieren Sie den Aufbau der wissenschaftlichen Grundlagen, die die Basis für eine Verbreitung des nachhaltigen Forst- und Landwirtschaftskonzepts von FUTUROVERDE ist. Jedes Forschungsprojekt ist ein Wissensbaustein für ein anderes Wirtschaften – eines das im Einklang mit Mensch und Natur steht und gleichzeitig im Wirtschaftskreislauf bestand hat.

Ihre Spende Zählt!

Ermöglichen Sie den Aufbau des Wissens und schaffen damit Raum für Veränderung! Ihre Spende zählt!
Die Stiftung FuturoVerde hat es auch im Jahr 2019 wieder geschafft, mit ihren finanziellen Mitteln wichtige Forschungen zu ermöglichen.
Mit dem Ziel, die Mittel effizient einzusetzen, hat die Stiftung in die wissenschaftliche Koordination sowie die Förderung junger engagierter WissenschaftlerInnen investiert. Durch das Engagement unserer Partner kann die Wirkung der Stiftung maßgeblich verstärkt werden. Hat Sie ein Projekt besonders angesprochen? Dann spenden Sie mit dem jeweiligen Stichwort des Projektes. Gemeinsam können wir unser Ziel – das Wirkungsfeld der Stiftung zu erweitern – erreichen.

Sie können Ihre Spende auf das Konto der Stiftung FuturoVerde überweisen:
Stiftung FuturoVerde
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BIC: GENODEM1GLS

Ideen pflanzen

Neue Ideen der Aufforstung, Landwirtschaft und Finanzierung sind die Basis für nachhaltige Entwicklung.

Wirtschaft ändern

Transformationeffekte für Wirtschaft und Gesellschaft bewirken und langfristige Perspektiven schaffen.

Zukunft ernten

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