Die Akteure: Visionswald – Ein Wald für die Ewigkeit

Im Norden Costa Ricas wächst der VisionsWald. Das beste Beispiel dafür, wie die Symbiose zwischen Mensch und Natur im dritten Jahrtausend funktionieren kann. Bereits 2010 haben Leo und Stefan Pröstler die Finca Tierras Buenas gekauft und ihr den Namen Visionswald gegeben. 620 Hektar groß, aber 28 Kilometer vom nächsten Dorf entfernt. 28 Kilometer, die man damals nur zu Fuß zurücklegen konnte. Auf diesem Land wollen sie zeigen, wie Menschen auch im 21. Jahrhundert mit und vom Regenwald leben können. Früher gab es hier ein Dorf, das aber aufgegeben wurde, nachdem die Kokosplantage keinen Ertrag mehr brachte. Die Häuser sind verfallen, die Menschen weggezogen. Dem möchten Leo und Stefan Pröstler entgegenwirken und haben das Projekt Visionswald ins Leben gerufen.

Naturschutz

Im VisionsWald wird bestehender Regenwald geschützt und wieder mit einheimischen Baumarten – nicht wenige davon auf der Roten Liste bedrohter Arten – dauerhaft aufgeforstet. In mühseliger Handarbeit wurden dazu Samen im Wald gesammelt und in der fincaeigenen Baumschule liebevoll herangezogen.

Freiluftlabor

Zudem ist der VisionsWald eine Art „Freiluftlabor“ für neue Landnutzung. Hier wurden als erstes viele Elemente ausprobiert, die später auf anderen Fincas im Verbund implementiert wurden. So zum Beispiel die Haltung von Kühen und Hühnern zwischen den Bäumen, eigene Käseproduktion, die Haltung von Bienen oder auch erste Waldfeldbauversuche.

Klimaschutz

Im VisionsWald wird durch die hier verwirklichte permanente Aufforstung CO2 auf Dauer gespeichert. Möglich gemacht wird dies durch Partnerunternehmen, die dafür CO2-Zertifikate bekommen, mit denen sie die Emissionen ihrer Unternehmen auf freiwilliger Basis ausgleichen können. 25.000 Tonnen CO2 konnten auf diese Weise schon gebunden werden.

25.000 Tonnen CO² im Wald gebunden
„Wir sind seit Jahren dabei, diese Siedlung wieder zum Leben erwecken“, so Leo Pröstler, „mit Laden, Kneipe, Schule und allem, was zu einem funktionierenden Dorfleben gehört.“ Neue Wohnhäuser wurden gebaut und 60 Hektar Brachfläche wieder aufgeforstet, zum Teil mit Bäumen, die sehr langsam wachsen und auch in Costa Rica auf der Roten Liste stehen. „Da sind Arten drin, die mindestens 80 Jahre brauchen, bis sie holzwirtschaftlich interessant werden“, erklärt Eladio Lobo, Förster im Projektverbund. Um dem Wald dennoch einen messbaren wirtschaftlichen Wert zu geben, sind die Pröstlers in den CO2-Handel eingestiegen. Die mit dem Gold Standard ausgezeichneten CO2-Zertifikate zur Kompensation von rund

25.000 Tonnen CO2 haben die Gründungspartner bekommen, deren Unterstützung das Projekt überhaupt erst möglich gemacht hat.

Leben mit dem Regenwald
Die Menschen, die sich mittlerweile wieder hier angesiedelt haben, bauen in Permakultur Maniok, Bohnen und Tomaten an. Sie versorgen die Hühner, die in festen Stallungen am Rande des Regenwalds untergebracht sind, kümmern sich um die Rinder auf den offenen Weiden und produzieren Käse, für den Eigenbedarf und den Puro Verde Supermercado. Und sie unterstützen die Wissenschaftler, die vor Ort festhalten wollen, wie die Vision vom Leben mit dem Regenwald Wirklichkeit wird.

Entdecken Sie den Visionswald in einer virtuellen 3D-Tour!

Impressionen aus dem VisionsWald

Ideen pflanzen

Neue Ideen der Aufforstung, Landwirtschaft und Finanzierung sind die Basis für nachhaltige Entwicklung.

Wirtschaft ändern

Transformationeffekte für Wirtschaft und Gesellschaft bewirken und langfristige Perspektiven schaffen.

Zukunft ernten

Der Plattform beitreten und mitgestalten, um das Plus für kommende Generationen zu verwirklichen.