Was macht die Stiftung FuturoVerde?

Unsere Arbeit im Detail

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Vision, Ziel und Weg

Vision: Entwicklung zukunftsfähiger Wirtschaftsmodelle

Ziel: Die Funktionsweise sowie die Vor- und Nachteile von Mischanbausystemen in den Tropen praktisch erproben, wissenschaftlich erforschen, verbessern und als Modellprojekte übertragbar machen!

Weg: Wissen und Praxis des Modellprojektes für nachhaltige Land– und Forstwirtschaft in Costa Rica erfassen, dokumentieren, auswerten und mit Experten auszutauschen.

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Wirkung in Deutschland

Wir wollen die Diskussion in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft vorantreiben und das Bewusstsein für verantwortungsvolles Wirtschaften und dessen Hindernisse schärfen. Das Ziel dabei ist, gemeinsam ins Handeln zu kommen.

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Wirkung in Costa Rica

Zuerst soll wissenschaftlich und praktisch nachgewiesen werden, dass ein Anbau von Lebensmitteln in optimierten Waldfeldbausystemen sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig ist. Darauf folgend wird dieser in die lokale Wertschöpfung integriert um Marktzugänge für Kleinbauern zu schaffen, die regionale Selbstversorgung zu erhöhen, den Kapitalabfluss zu verringern und so langfristig stabile Einkommen und eine verbesserte Lebensqualität für die Menschen vor Ort zu schaffen.


 

Die Arbeit der Stiftung FuturoVerde

Die Stiftung FuturoVerde wurde gegründet, um zukunftsfähige Wirtschaftsmodelle zu fördern.

Der Weg der Stiftung ist, Wissen und Praxis einer nachhaltige Land- und Forstwirtschaft in Costa Rica zu erfassen, zu dokumentieren, auszuwerten und sich mit Experten darüber auszutauschen. Mit dem Ziel, das Wissen für andere nutzbar zu machen.

Forschungsarbeiten sind sehr teuer. Die Stiftung verwendet ihre Mittel daher um über Forschungskooperationen und Forschungspraktika die Wirkung der Spenden zu maximieren. Dies geschieht mittels Forschungskooperationen mit Universitäten, Fördergeldern großer Institutionen sowie ehrenamtlicher Arbeit. Zudem kann die Stiftung für ihre Arbeit auf Infrastruktur und Personal des Projektverbundes zurückgreifen (siehe folgende Grafik).

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Die Wissenschaftliche Begleitung des Projektverbundes

 Die Themenschwerpunkte und konkrete Forschung

Wissenschaftler, Studenten und Praktiker sollen in der Stiftung FuturoVerde gemeinsam Wissen sammeln, neue Erkenntnisse generieren und mit weiteren Menschen und Projekten teilen. Widersprüche und Schwierigkeiten, die bei dem praktischen Umbau von einem "herkömmlichen" System in ein zukunftsfähiges entstehen, sollen dabei nicht verschwiegen, sondern im Gegenteil aufgezeigt werden, sodass das Praxisprojekt ein Vorbild für andere wird und in möglichst vielen anderen Regionen auf der Welt Nachahmer findet.

Die Arbeit der Stiftung FuturoVerde orientiert sich dabei an folgenen Themenschwerpunkten

Inventur: Die Auswirkungen der Landwirtschaft: Um praktisch aber auch politisch die richtigen Entscheidungen zu treffen, braucht es ein möglichst umfassendes Wissen zu sämtlichen Auswirkungen der Landwirtschaft – ökonomisch, ökologisch und sozial.

Gesunde Böden, fruchtbare Böden: Unsere Böden sind im wahrsten Sinne des Worte die Grundlage aller unserer Landwirtschaftsaktivitäten und damit unserer (Über-)Lebensmittel. Den Böden weltweit geht es aber nicht gut: Die bisherige Wirtschaftsweise im Agrar- und Forstbereich – in der Regel Monokulturen, Übernutzung, und Überdüngung, aber auch Klimaveränderungen und Erosion sind nur einige der Faktoren, die den Böden zu schaffen machen. Deswegen sehen wir es als eine große Notwendigkeit, Konzepte zur Restaurierung von degradierten Böden zu erarbeiten, um die bislang entstandenen Schäden zu reparieren.

Permakultur und Agroforst – die Zukunft der Landwirtschaft: Agroforst steht für die Verbindung von Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Bei der Permakultur handelt es sich um ein ausgeklügeltes Anbausystem, das über Jahre hinweg laufende Ernteerträge sichert und dabei die Notwendigkeit von eingebrachten Düngemitteln und Pestiziden minimiert.

Der wahre Preis landwirtschaftlicher Produkte: Wie können die externen Kosten der Produktion von landwirtschaftlichen Produkten internalisiert werden? Wie können diese Produkte trotzdem attraktiv für den Konsumenten am Ende der Wertschöpfungskette und somit marktfähig bleiben? Dieser Themenbereich widmet sich der ökonomischen Dimension der Landwirtschaft, denn über die Hälfte aller Menschen, die weltweit unter der Armutsgrenze leben, arbeiten im landwirtschaftlichen Sektor (FAO).

Regionale Wirtschaftskreisläufe: Neben der globalen Betrachtungsweise steht bei FuturoVerde auch ganz klar die Förderung lokaler und regionaler Wirtschaftskreisläufe im Vordergrund: Wie kann das Geld in der wirtschaftlich schwächsten Region Costa Rica gehalten werden? Wie können regional neue Initiativen gestartet und unterstützt werden?

 Eine Auswahl von Forschungsarbeiten im Jahr 2016

Universität Fachgebiet Forschungsfrage Zeitraum
HNEE Eberswalde Holztechnik Welche holztechnischen Eigenschaften haben die costa-ricanischen Baumarten Cebo, Almendro und Guapinol? 03.-07.2016
HU Berlin Agrarwissenschaft Wie sind die Lichtverhältnisse in den verschiedenen Stadien des Mischwaldes auf den BaumInvest Flächen? Wie sieht eine Lichtkarte der Fincas aus? 08.-11.2016
Universität Freiburg Forstwirtschaft Wachsen die einheimischen Baumarten und Teak in einer Monokultur oder in einer Mischkultur stabiler? 08.-11.2016
Universität Freiburg Forstökonomie Wie sieht ein Wachstumsmodell für eine nachhaltige Teakplantage aus, wenn man die zusätzlichen, ökologischen Werte wie Kohlenstoffspeicherung und Biodiversität mit berechnet? 08.-12.2016
Universität Freiburg Umweltstudien Verändert sich die Überlebensrate und das Wachstum von Baumsetzlingen und junger Bäume, wenn diese in Waldfeldbausystemen wachsen? 08.-11.2016
Universität für Bodenkultur Wien Agrarwissenschaft Wie lässt sich eine biologische Krankheitsbekämpfung in ein Waldfeldbausystem integrieren? 08.-09.2016
Universität für Bodenkultur Wien Agrarwissenschaft Welche agrartechnischen Besonderheiten ergeben sich beim Anbau von Maracuja und Taro in Agroforstsystemen? 08.-10.2016
Universität für Bodenkultur Wien Agrarwissenschaft Welche negativen Wechselwirkungen durch stoffliche Ausscheidungen zwischen den Pflanzen in einem Mischsystem lassen sich feststellen? 08.-10.2016
Universität Hohenheim Agrarökonomie Wie lässt sich der wirtschaftliche Ertrag von komplexen Waldfeldbausystemen modellieren? Wie kann eine diverses Mischsystem dazu dienen Liquiditätslücken zu schließen und Risiken zu streuen? 08.-12.2016